Pilt Pilt laden

Was kostet es, die Küchenfronten auszutauschen? Preisguide für 2026

Zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2026 · Vom Pilt-Team, Preise anhand unabhängiger Quellen geprüft

Küche mit neuen Fronten in heller Eiche, neuer Arbeitsplatte und neuen Griffen, dieselben Schränke wie vorher

Sind die Schrankkorpusse in deiner Küche gerade, trocken und fest an der Wand, kannst du dem ganzen Raum ein neues Gesicht geben, ohne einen einzigen Schrank auszubauen. Ein klassischer Frontenwechsel mit neuen Fronten, neuer Arbeitsplatte und neuen Griffen kostet 2026 typisch 2.000 bis 8.000 Euro. Lässt du die vorhandenen Fronten stattdessen nur neu lackieren, startet das Projekt je nach Küchengröße schon bei rund 1.000 Euro. Das ist eine ganz andere Liga als eine neue Küche im gleichen Grundriss, die schnell 7.000 bis 16.000 Euro kostet und bei der die komplette Einrichtung rausfliegt. Hier siehst du die zwei Wege zu neuen Fronten, was sie wirklich kosten und wie du dich entscheidest.

Zwei Wege zu neuen Fronten

Es gibt zwei grundverschiedene Möglichkeiten, die Fronten zu erneuern, und sie kosten sehr unterschiedlich viel.

Lackieren lassen heißt: Du behältst deine vorhandenen Fronten, und ein Fachbetrieb spritzlackiert sie in einer neuen Wunschfarbe. Das ist oft der günstigste professionelle Weg, weil du kein neues Material bezahlst, sondern nur die Arbeit, die alten Fronten wieder wie neu aussehen zu lassen. Gut funktioniert das bei Fronten aus MDF, Massivholz oder mit Furnier, mit der richtigen Grundierung auch bei vielen Dekoroberflächen. Noch billiger ist das Bekleben mit Folie, an die Haltbarkeit einer Lackierung kommt Folie aber meist nicht heran.

Neue Fronten heißt: Die alten Fronten werden komplett ersetzt, entweder durch fertige Austauschfronten in Standardmaßen oder durch Maßanfertigungen für deine Schränke. Damit kannst du Farbe, Material und Stil in einem Zug wechseln, zum Beispiel von glänzend weiß zu matter Eiche. Dafür zahlst du mehr, weil neben der Montage auch neues Material fällig wird.

Beide Wege setzen voraus, dass die Korpusse, also die Schrankkörper selbst, gerade und in gutem Zustand sind. Müssen auch die Schränke raus, findest du alle Zahlen in unserem Preisguide für die neue Küche.

Küche mit veralteten Fronten und alter Arbeitsplatte, dieselben Schränke wie auf dem Nachher-Bild

Drei Preisstufen für den Frontenwechsel

PreisstufeWas du bekommstTypischer Preis
Fronten lackieren lassenVorhandene Fronten spritzlackiert in neuer Farbe1.000-4.000 €
Neue Fronten, kleinere KücheNeue Fronten und Griffe, Arbeitsplatte bleibt1.500-4.000 €
Kompletter FrontenwechselNeue Fronten, neue Arbeitsplatte, neue Griffe, montiert2.000-8.000 €

Beim Lackieren entscheidet vor allem die Küchenform: Eine einzelne Küchenzeile liegt meist bei 1.000 bis 2.000 Euro, eine L-Küche bei 2.000 bis 4.000 Euro, und große U-Küchen können bis 6.000 Euro kosten. Dafür bekommst du eine neue Farbe und Oberfläche, aber keine neue Form. Neue Fronten machen einen echten Stilwechsel möglich, und beim kompletten Frontenwechsel bestimmt vor allem die Arbeitsplatte, ob du am unteren oder oberen Ende der Spanne landest.

Wohin fließt das Geld?

Plane einen Puffer von rund 10 Prozent ein, und miss die alten Fronten millimetergenau aus, bevor du bestellst. Schon wenige Millimeter Abweichung können bedeuten, dass eine Front nicht passt. Wie günstig das Ganze werden kann, zeigt ein Rechenbeispiel: Für eine kleine Küche mit einfachen Dekorfronten, neuen Griffen und einer schlichten Arbeitsplatte in Eigenmontage sind rund 1.300 Euro realistisch. Wie aus so einem überschaubaren Projekt trotzdem ein teurer Fehltritt wird, zeigen dir 7 Gründe, warum das Renovierungsbudget überschritten wird.

Küche während des Frontenwechsels, alte Fronten abmontiert und gestapelt, neue Fronten noch verpackt

So wählst du den richtigen Weg

  1. Prüf zuerst die Korpusse. Sind sie gerade, trocken und fest an der Wand verschraubt, ist der Frontenwechsel dein Projekt. Sind sie verzogen, aufgequollen oder locker, lohnt sich eher eine neue Küche.
  2. Lass lackieren, wenn dir die Form gefällt, nur die Farbe nicht. Das ist der günstigste professionelle Weg zu einem neuen Look, besonders bei glatten, schlichten Fronten.
  3. Wähl neue Fronten, wenn du einen anderen Stil willst. Von profiliert zu glatt oder von Kunststoffdekor zu Echtholz geht nur mit neuen Fronten.
  4. Tausch die Griffe in jedem Fall. Das ist die günstigste Einzelmaßnahme in der ganzen Küche, und sie verstärkt die Wirkung von allem anderen.
  5. Hol mindestens drei Angebote ein, vom Lackierbetrieb und vom Frontenhersteller. Die Preise streuen hier stärker als bei fast jedem anderen Küchenprojekt. Denk auch an den Steuerbonus: Für Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt bekommst du 20 Prozent der Arbeitskosten zurück, bis zu 1.200 Euro pro Jahr, wenn die Rechnung den Lohnanteil getrennt ausweist und du per Überweisung zahlst.
  6. Plane die Arbeitsplatte gleich mit, wenn das Budget reicht. Ein späterer Plattentausch heißt zweimal Baustelle in der Küche und oft doppelte Anfahrts- und Montagekosten.
Detail eines neuen Griffs an einer Küchenfront am unveränderten Schrankkorpus

Das solltest du vor der Bestellung prüfen

Öffne ein paar Schranktüren und Schubladen und schau nach Feuchtigkeit, lockeren Scharnieren und verzogenen Korpussen. Miss Breite und Höhe jeder einzelnen Front exakt aus, denn Lackierbetrieb und Frontenhersteller brauchen beide präzise Maße. Notiere auch die Positionen der Scharnierbohrungen, damit neue Fronten ohne Nachbohren passen. Ist die Küche älter als 15 bis 20 Jahre, prüf zusätzlich die Rückwände und Bodenplatten der Schränke, vor allem unter der Spüle. Aufgequollene Platten sind ein Zeichen, dass ein reiner Frontenwechsel zu kurz greift.

Häufig gestellte Fragen

Kann man alle Küchenfronten lackieren lassen?

Fronten aus MDF, Massivholz und mit Furnier lassen sich sehr gut lackieren. Auch viele Kunststoff- und Dekoroberflächen sind im Spritzverfahren mit spezieller Grundierung machbar. Kritisch wird es bei beschädigten oder aufgequollenen Fronten. Lass deine Fronten vorab vom Fachbetrieb einschätzen, seriöse Anbieter sagen dir ehrlich, ob sich das Lackieren lohnt.

Sehen lackierte Fronten aus wie neu?

Eine gut gemachte Spritzlackierung ist von einer fabrikneuen Oberfläche kaum zu unterscheiden, mit gleichmäßigem Glanz und ohne Pinselspuren. Die Qualität hängt an der Vorarbeit, also am Schleifen und Grundieren. Wähl deshalb einen Betrieb mit Erfahrung speziell mit Küchenfronten, einige geben mehrere Jahre Garantie auf die Lackierung.

Wie lange dauert der Frontenwechsel?

Beim Lackieren sind die Fronten je nach Betrieb meist ein bis drei Wochen unterwegs, denn sie werden abgebaut, in mehreren Schichten lackiert und wieder montiert. Deine Küche bleibt in der Zeit benutzbar, nur eben ohne Türen. Neue Fronten sind nach der Lieferung in ein bis zwei Tagen montiert, die Lieferzeit ab Bestellung liegt aber oft bei zwei bis sechs Wochen.

Steigert ein Frontenwechsel den Wert der Immobilie?

Ein Frontenwechsel ist vor allem eine Investition in dein eigenes Wohngefühl, kein großer Wertsprung wie eine komplett neue Küche. Dafür ist er pro sichtbarem Effekt deutlich günstiger, und bei einer Besichtigung wirkt eine frische Küche besser als eine sichtbar in die Jahre gekommene.

Kann ich erst lackieren lassen und später komplett wechseln?

Ja. Lackieren ist eine gute Zwischenlösung, die die Lebensdauer deiner Küche verlängert, ohne dich festzulegen. Willst du später eine ganz andere Front, kannst du immer noch auf neue Fronten umsteigen, sobald das Budget passt.

Behalte den Überblick über dein Projekt

Auch ein Frontenwechsel bedeutet Angebote, Aufmaße und Liefertermine, die du im Blick behalten musst. In Pilt sammelst du das Budget, die Aufgaben und die Vorher-nachher-Fotos an einem Ort. Du kannst auch ein Foto deiner Küche hochladen und per KI sehen, wie neue Fronten und Farben wirken, bevor du irgendetwas bestellst.

Pilt im App Store laden